Am 2. April fuhren die 4a, b und c gemeinsam in einem Dr. Richard-Doppeldecker-Bus ins oberösterreichische Mauthausen, um das ehemalige NS-Konzentrationslager zu besichtigen. Die Fahrt dauerte ohne Pause ca. zwei Stunden. Dort angekommen, konnten wir im Besucherzentrum zunächst noch etwas essen und trinken, bevor uns die Guides, die uns durch das Lager begleiteten, in zwei Gruppen teilten und die Besichtigung begann.

Während des zweistündigen Rundgangs durch das Gelände gingen den SchülerInnen verschiedene Gedanken durch den Kopf …

Vesna&Melly: Die Häftlinge waren so arm, als sie zum Beispiel von den SS-Wärtern die Todesstiege hinuntergestoßen wurden und wie Dominosteine nacheinander hinunterfielen.

Elly: Es war für mich ein schockierender Anblick, als ich im "Room of Names" die vielen Namen der Ermordeten sah.

Anja: Der Guide erzählte uns, dass die Lagerinsassen so sehr hungern mussten, dass sogar Kinder ihren Eltern den Tod wünschten, nur um deren Ration Brot zu bekommen… Das ist so tragisch und für unsere Zeit kaum vorstellbar.

Simon&Aldin: Uns blieb die Gaskammer besonders im Gedächtnis. Wir hatten sie uns allerdings viel größer vorgestellt.

Melisa: Als ich durch den Duschraum ging, konnte ich nur daran denken, wie viele Menschen hier auf so grausame Weise ihr Leben lassen mussten.

Christian: Ich kann es gar nicht fassen, wie viele Menschen dort gestorben sind.

Meggy: Ich finde es so schlimm, dass die SS-Leute ohne mit der Wimper zu zucken solche Grausamkeiten verübt haben.

Natascha: Ich finde es berührend, dass den Ermordeten so viele Statuen zum Gedenken gewidmet sind.

Anna: Ich finde es gut, dass das KZ für die Öffentlichkeit zugänglich ist und auch Verwandte von ehemaligen Gefangenen dorthin kommen können. Normalerweise stehen Angehörige am Friedhof vor dem Grab ihrer verstorbenen Lieben, hier können sie sich wenigstens an dem Ort, wo sie gestorben sind, an sie erinnern.

Jacqui: Mir kamen die Duschräume besonders schlimm vor, da sie so beengt waren und viele Besucher ihre Namen und Botschaften an die Wände geschrieben hatten.

Kati: Am schlimmsten fand ich die Gaskammer. Es war dort so kalt. Die Rohre und die Öffnung, wo das Gas damals herausströmte, waren ein arger Anblick.

Wir sahen uns vor der Exkursion nach Mauthausen in der Schule den Film "Hasenjagd" an, der zum Teil im Lager gedreht wurde. Der Anfang des Films spielt zum Beispiel in Baracke 20 (Schlafräume). Unser Guide erzählte uns, dass diese Baracke inzwischen abgerissen wurde, da das Lager restauriert wird.

(4a)

 

Am Mittwoch, den 2. April, unternahmen die vierten Klassen eine Exkursion ins KZ Mauthausen. Wir hielten uns ca. zwischen 11 und 15 Uhr im ehemaligen Konzentrationslager auf. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt, die jeweils von einem eigenen Guide durch das Lager begleitet wurden. Unsere Gruppe ging zum Beispiel die Todesstiege, die erneuert wurde, hinauf und hinunter. Wir sahen uns die Fallschirmspringerwand an, von der Häftlinge hinunterspringen mussten. Unser Guide zeigte uns die Denkmäler der verschiedenen Nationen, die ihrer Verstorbenen gedenken. Er erklärte uns auch, dass es einen Fußballplatz gab, den natürlich nur SS-Leute benutzen durften. Durch die harte Arbeit und die schlechten Lebensbedingungen überlebten die Häftlinge im KZ Mauthausen nicht lange. Außerdem wurde ein Teil des Films "Hasenjagd", den wir uns in der Schule anschauten, im Lager gedreht. In dem Film geht es um den Ausbruch von hunderten von sowjetischen Offizieren aus dem Lager, die dann von der SS und der dortigen Bevölkerung gejagt wurden.

Es war ein Ausflug, den wir sicherlich nie vergessen werden.

(Eda, Vicky, Raziye, Dugi, René, Leo, Mario, Marcel, Sadzid, Sarah, Jassi, 4b)