Am 25. 11. besuchten wir die Bühnenwerkstätten  „Art For Art“ im Arsenal. Dort werden die Kulissen für die großen Wiener Theater wie Staatsoper und Burgtheater hergestellt. Das passiert in riesigen Hallen, weil manche Bühnenteile bis 15 Meter hoch sein können. Wir sahen die Malräume, besichtigten die Tischlerei, die Schlosserei und die Kunststoffabteilung. Dort werden z.B. Rüstungen hergestellt, damit sie nicht so schwer sind. Die fertigen Kulissen werden zerlegt und dann mit riesigen Anhängern in die Theater transportiert. Die aufwendigste Produktion benötigt 39 solche Anhänger voll. In einem riesigen, dreistöckigen  Lager (mit Aufzug für LKWs!)  werden die Kulissen aufbewahrt, die gerade nicht benötigt werden. Auf unsere Anfrage erfuhren wir, dass in den Bühnenwerkstätten leider keine Lehrlinge mehr ausgebildet werden. Am Schluss sahen wir noch die Probebühnen der Vereinigten Bühnen Wiens, die sich im selben Gebäude befinden.

Da wir noch Zeit hatten, besuchten wir anschließend den St. Marxer Friedhof, der gleich in der Nähe liegt. Das ist der letzte Biedermeierfriedhof in Wien, deshalb steht er unter Denkmalschutz. Auf diesem Friedhof wurde im Dezember 1791 Wolfgang Amadeus Mozart begraben. Da er in einem Schachtgrab mit anderen Verstorbenen zusammen bestattet wurde und es darüber eigentlich keine genauen Aufzeichnungen mehr gibt, ist die genaue Stelle unbekannt. Später hat man an dem Platz, wo man sein Grab vermutet, eine Gedenkstätte errichtet, die wie ein Grab aussieht.

Ilayda und Denise