Verabschiedung der 4. Klassen

Am 30.6. wurden in einem kleinen Festakt die vierten Klassen verabschiedet. Mit einem musikalischen Rahmenprogramm von SchülerInnen der 3A und 4A, wurde jede Klasse mit persönlichen Worten von der Direktorin, Frau Mag. Partsch, bedacht. Die SchülerInnen erhielten danach als Erinnerung vom Elternverein gekaufte weiße T-Shirts mit dem Schullogo drauf, auf denen sie alle unterschreiben lassen konnten.

Herbergsuche – „ka Mensch…“

…verlasst sei Heimat ohne Grund, ka Mensch wü gern a Fremder sei" (Georg Danzer)

Herbergsuche – Winterklänge 2015

Das diesjährige Winterkonzert der MiM-Wendstattgasse stand unter dem Motto "Herbergsuche". Momentan verlassen viele Menschen ihre Heimat aus unterschiedlichsten Gründen, sie kommen auch nach Europa und Österreich. Die Georg-Danzer-Häuser nehmen unbegleitete, jugendliche Migrantinnen und Migranten aus Krisengebieten wie Syrien und Afghanistan auf. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen den Jugendlichen, dass sie sich so wenig wie möglich fremd fühlen müssen – trotz des langen Weges, den sie oftmals ohne Familie und Eltern zurückgelegt haben. Sie bieten Herberge.

Viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Freunde und Bekannte der MiM fanden am 03.12.2015 ihren Weg in das Haus der Begegnung in Favoriten, um den diesjährigen 'Winterklängen' zuzuhören. Sie wurden schon im Eingangsbereich mit künstlerischen Arbeiten der 1. Klassen empfangen und konnten sich auch bei einem Willkommens-Bild selbst künstlerisch betätigen. Bei allen bedankte sich eingangs bereits Frau Maria Partsch, die Direktorin der Schule:

"Ich begrüße Sie sehr herzlich zu unserer heurigen Weihnachtsaufführung.
Schön, dass Sie sich heute Zeit genommen haben, diesen Abend mit uns zu verbringen.
Viele bekannte Gesichter habe ich heute schon gesehen – ehemalige Schüler und Schülerinnen, ehemalige Lehrer und Lehrerinnen und auch Hr. Direktor Tucheslau konnte ich bereits begrüßen.
Doch ganz besonders möchte ich die Gäste aus dem Georg Danzer Haus willkommen heißen, die aus Stockerau zu uns gekommen sind.
Bevor wir mit dem Programm beginnen, möchte ich allen Lehrern und Lehrerinnen auf der Bühne, hinter der Bühne, im und auch außerhalb des Saales meinen großen Dank aussprechen, denn ohne ihren Einsatz und ihr Engagement könnte diese Veranstaltung nicht stattfinden.
Ein großes Dankeschön auch unserem tollen Elternverein, der sich unserer Idee, eine Benefizveranstaltung zu machen, sofort anschloss und tatkräftig zum Gelingen des Festes mit hilft.
Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung!"

Nach dem programmatischen Eröffnungslied "Love Can Build a Bridge" des Eltern-Lehrer-Chors begann das Konzert mit Beiträgen der 1a. Sie sangen davon, dass alle "Kinder dieser Erde", davon träumen sollen, "dass alles besser werde". Manfred Duchkowitsch, Lehrer an der MiM und Moderator, griff das auf und betonte die Worte von Erzbischof Hélder Camara:

"Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit."

Das weitere Programm machte immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, zu helfen statt zu ignorieren. Wie wichtig es ist, Menschen zu verstehen statt sie zu verurteilen.

Say something (1a), Guantanamera (2a), Dangerous (2a), Teach Your Children (3a), 500 Miles (3a), Ein Freund ging nach Amerika (3a), You've Got a Friend (4a), Across the Borderline (4a), Khalil Gibran: Vom Geben (gelesen von Ivana und Burcu 4d), When I see you again (2b/c), Schwarzfahrer (4e), Video  Geschenkaktion (islam. Rel.), We are the World (Chor), Hello (Ilknur), Das Boot ist voll (Lehrerband) sind die Schlaglichter des Programms gewesen, in die sich verschiedene Grußworte einreihten. Hermine Mospointer, die Bezirksvorsteherin, schrieb:

"Vor wenigen Tagen haben wir mit einer stimmungsvollen Feier die Adventszeit begonnen. Kinder aus Favoritner Schulen haben unseren Christbaum vor der Kirche am Keplerplatz geschmückt und mit ihren Liedern darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns in diesen Tagen auch um die Menschen sorgen sollen, denen es nicht so gut geht. Wir sind aktuell mit den Auswirkungen des Krieges in Syrien in besonderem Maße konfrontiert. Zerbombte Städte, unbeschreibliche Gewalttaten und jahrelanges, hoffnungsloses Lagerleben haben dazu geführt, dass viele Menschen aufgebrochen sind, um ein Leben in Frieden und ohne Bedrohung zu suchen. Den vielen freiwilligen und professionellen Helfern ist nicht genug für ihre Arbeit zu danken. Mein besonderer Dank gilt heute aber allen SchülerInnen und PädagogInnen der MIM Wendstattgasse, die ihr jährliches Adventkonzert heuer dem Georg-Danzer-Haus und den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen widmen."

Rudi Reiner, Fachinspektor für Musik, begann sein Grußwort wie folgt…

"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder – böse Menschen haben keine Lieder"

"Diese Worte vermitteln, dass Musik etwas Schönes ist, Freude bereitet, Sorgen verdrängt, aber auch Stimmungen verstärkt, wenn es die Situation verlangt.
Ein großes Dankeschön dem gesamten Team der Musikmittelschule Wendstattgasse für ihr Engagement, die Schülerinnen und Schüler auf das Leben vorzubereiten und ihnen Freude an der Musik zu vermitteln und mit zu geben.
Georg Danzer, ein fantastischer Austro-Pop-Musiker, der mit Sicherheit auch in einer Schule durch seine Lehrkräfte inspiriert wurde, würde sich sehr freuen,
könnte er das miterleben.
Dank für den humanitären Einsatz und gutes Gelingen"

Das letzte Grußwort kam von André Heller. Er betonte die Leistung von Georg Danzer:

"Georg Danzer war nicht der Erfolgsbegabteste, sondern mit Abstand der Qualitätsbegabteste aus der Riege des sogenannten Austropops. In den besten künstlerischen Ergebnissen erreicht seine Arbeit eine Intensität wie aus der Sprach- und Themenwelt des großen Dichters Ödön von Horváth. Georg war ein umfassend gebildeter, weltoffener Mensch, der auch die allerwesentlichste Bildung besaß: die Herzensbildung. Es ist schön und klug, dass sich Lehrer und Schüler mit diesem Menschen auseinander setzen."

Es war die Gemeinschaft der MiM-Wendstattgasse, mit deren Hilfe Spende gesammelt wurden: Schülerinnen und Schüler haben gebastelt und verkauft, Lehrerinnen und Lehrer haben im Unterricht Toleranz gelehrt und dieses Programm einstudiert, Eltern haben gebacken und mit Leckereien ebenso Spenden gesammelt wie Schülerinnen und Schüler des islamischen und des katholischen Religionsunterrichts. Sie alle haben mit schönen Geschenkaktionen und Backaktionen geholfen, dass die Herzen der jungen Menschen, die hilfesuchend nach Wien kommen, hier eine Heimat finden können.

"Denn Heimat ist dort, wo das Herz aufgeht."

Die MiM Wendstattgasse hat  die Spendeneinahmen 1000€ dieses Benefizkonzerts in Anbetracht des Leids, das nur wenige Flugstunden von Wien entfernt geschieht und viele Menschen zu Hilfesuchenden macht, an das Georg-Danzer-Haus weiter gegeben. Die Summe wurde von der Schulsprecherin Tatjana Mitrovic übergeben.

Höhepunkt des Abends war das gemeinsame Schlusslied " A erstickter Schrei" von Georg Danzer. Kemal Köse, Mitbegründer des Vereins Georg Danzer Haus,  sagte nach der Veranstaltung: "Dieses Lied hat uns am Anfang unserer Arbeit immer wieder bestärkt dran zu bleiben und trotz aller Schwierigkeiten nicht aufzugeben."

Vielen Dank an alle Besucher, die mit ihren Spenden dieses tolle Ergebnis möglich gemacht haben!

 

 

 

Der Elternverein stellt sich vor

Der Elternverein besteht aus allen Erziehungsberechtigten, die den Elternvereinsbeitrag bezahlt haben. Sie können sich mit Vorschlägen, Wünschen und Beschwerden, die die Schule und deren Umgebung betreffen, an die Elternvereinsvertreter wenden. Die Schulleitung muss diese prüfen und mit den Elternvereinsvertretern besprechen.

Geführt wird der Elternverein vom Elternausschuss, dem alle Klassenelternvertreter(innen) und ihre Stellvertreter angehören. Als ordentlicher Verein sind wir natürlich im Vereinsregister zu finden:
http://zvr.bmi.gv.at/Start . Nach Eingabe der ZVR-Nummer 157231181 erhält man (ab etwa einen Monat nach der Wahl) die Namen der Elternvereinsfunktionäre.

Der wichtigste Teil zur Finanzierung der Projekte des Elternvereins sind die Elternvereinsbeiträge. Damit wurde zum Beispiel für jede Klasse ein Fernseher zum Ansehen von Lehrfilmen finanziert.

Aktuell beträgt der Elternvereinsbeitrag an dieser Schule 24 Euro. Auch wer mehrere Kinder an der Schule hat, zahlt den Beitrag nur einmal. Die Schüler übergeben den Betrag in einem verschlossenen Kuvert mit dem Namen des Kindes und der Klasse an den Klassenvorstand, der für die Weiterleitung an den Elternverein sorgt.